Das Buch der Träume
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Illustration von Asfahani



Doltschin - Die anderen Seiten der Wirklichkeit (1)

* Eine Geschichte von BeautifulExperience *

Für Tanja


Der große Traum

"how beautiful do the words have 2 be
before they conquer every heart?" Prince, dolphin


Der große Traum war (und ist) für mich Doltschin, die längste Geschichte, die ich bisher geschrieben habe, und die mich nun allen Ernstes fast zehn Jahre begleitet.
Doltschin hat sich in seiner Erstfassung irgendwann so verselbständigt, dass es mir fast schon unheimlich wurde: Der Schreibprozess wurde zur tour de force, ähnelte einer Achterbahnfahrt, die einen atemlos in den Sitz presst...und gleichzeitig hatte ich das Gefühl, wie ein kleines Kind zu sein, das die Augen weit aufreißt in seinem Staunen - wie bunt und überwältigend diese Welt doch ist!

Doltschin ist die Geschichte, die ich für meine soulmate geschrieben habe, die Frau, die ich über alles liebe. Danke, Tanja, dass du mich so akzeptierst, wie ich bin. Alleine dafür verspreche ich dir, dass ich alles tun werde, um mich zu verändern wie diese Geschichte, die es nur wegen dir gibt. Ich liebe dich!



"Solange Du Angst hast, Keo, schläfst Du nicht ein. Du bleibst nicht stehen und hältst die Augen offen.
Wenn Du Dich aber sicher fühlst, dann lehnst Du Dich behaglich zurück. Dann bist Du träge und zufrieden mit dem, was Du erreicht hast. Du genießt die Aussicht immer vom selben Aussichtspunkt aus.
Aber die Stelle, an der Du Dich befindest, ist wie Treibsand: Wenn Du zu lange auf ihr verharrst, lässt sie Dich niemals wieder los."


"’Göttin!’, sagte ich, und verschwand. Verschwand mit heraushängender Zunge, weichen Eiern und ganz Schwanz in meinem Kopf.
Mein Verstand beschränkte sich zukünftig auf die ehrenvolle Aufgabe, meine Kopulationsbewegungen zu steuern. Er war vollends damit beschäftigt und hat sich niemals ernsthaft beklagt..."





1


"Ich glaube, ich begegnete ihr im Mai. Ja, ich bin sicher, es war im Mai. Es war schon heiß, sehr heiß, ungewöhnlich heiß für einen Tag Mitte Mai in diesen Breiten. Es war heiß, aber nicht so heiß, dass man glaubt, wirklich umkommen zu müssen. Es war in der Art heiß, dass man unentwegt an Sex denkt und dass man das Gefühl hat, schon zu kommen, wenn man sich zufällig im Schritt berührt.
Jedenfalls dann, wenn man jung ist.
Wir waren mit unserer zwölften Klassenstufe dort. Ich hatte die Wahl einer Studienfahrt: Rom, Südfrankreich, Prag oder Island. Jede zwölfte Klasse machte diese Studienfahrt, soweit ich zurückdenken kann.
Ich war also auf Island an diesem 10. Mai vor zwanzig Jahren, und ich begegnete ihr, als ich gerade mein Shirt über den Kopf zog, weil ich es nicht mehr aushielt in der Hitze. Und plötzlich war sie da.."
"Ihre Klassenkameraden erzählten von ihrem Hitzschlag und dass sie drei Stunden lang nicht bei Bewusstsein waren.."
"..und lächelte mich an. Ich weiß, ich hatte einen Hitzschlag...für all die anderen. Sie bekamen nichts mit, sahen gar nichts von diesem Wunder. Aber ich...ich sah alles ganz deutlich. Ich spürte nicht das Geringste von einem verdammten Hitzschlag. Ich war keine einzige Sekunde ohne Bewusstsein.
Ich weiß, alle sagten mir, dass ich die längste Zeit meiner Bewusstlosigkeit in einem Krankenhausbett verbracht habe, bis ich aufwachte. Aber alles war so wirklich, alles, was ich sah, und niemand sonst.
Deshalb haben sie mich auch alle für verrückt gehalten, vollkommen übergeschnappt, als ich erzählte. Sauerstoffmangel und all diese Scherze...
Aber ich war genauso wenig verrückt wie der Papst keusch. Und sie waren auch nicht mehr völlig sicher, als sie es schließlich bemerkten."
"Was fiel ihren Klassenkameraden auf, Mister Lewis?"
"Sehen Sie selbst: Mein Personalausweis. Ich war siebzehn, als ich ihn ausstellen ließ. Die Augenfarbe..."
"Braun. Und?"
"Ich habe blaugrüne Augen. Ich habe blaugrüne Augen, seit Tania mich berührt hat...oder seit ich vor zwanzig Jahren nach meinem Hitzschlag wieder zu mir gekommen bin, wenn Sie so wollen."




2


"Ich begegnete ihr also völlig unverhofft, und sie machte auf mich den Eindruck, als wäre sie nur kurz hier...als hätte sie sich entschlossen, dieser Insel einen Besuch abzustatten, einen sehr kurzen Besuch, um mich zu sehen und dabei etwas Grundlegendes in meinem Leben zu verändern."
"Hören sie, Mister Lewis, ich möchte ihnen keinesfalls zu nahe treten, aber ich denke, dass sie sich doch etwas in Schwärmereien verlieren, die ihnen den Blick für die Realität verstellen. Ihre Eheprobleme liegen mit ziemlicher Sicherheit nicht in einem traumartigen Erlebnis begründet, das sie als Gymnasialschüler vor mehr als zwanzig Jahren..."
"Sie mochte es, wenn ich sie leckte. Ihre Möse schmeckte wie ein frischer Pfirsich, jung und saftig. Sie mochte es, wenn ich mich obszön ausdrückte. Vielleicht war sie sechzehn Jahre alt. Sie sah aus, wie ein Mädchen mit sechzehn Jahren aussehen mag und hatte langes, blondes Haar. Ihre Beine gingen bis zum Himmel, und ihr Arsch...
Sie wollte, dass ich ihre Muschi und ihr kleines Arschloch gleichzeitig lecke, und sie können mir glauben, dass ich nichts lieber getan hätte, so sehr war ich voller Lust. Aber eine Zunge...
Schwärmereien? Sie mögen mich ja für verrückt halten; die Farbe meiner Augen mag sie nicht überzeugt haben, und vielleicht hätte ich sogar selbst geglaubt, dass ich verrückt geworden bin - aber Tania konnte Dinge bewirken, Dinge, die bleiben, die die Zeit überdauern. Sehr real...unsere Lust war sehr real, Doc.
Ich habe blaugrüne Augen, gut. Es gibt Irre mit farbigen Kontaktlinsen und es gibt auch ohne weiteres gefälschte Ausweise. Einem echten Schizo ist eben nichts zuviel, nicht wahr? Aber sehen sie, es ist alles nicht so einfach, wie es vielleicht aussieht. Mein Problem ist real, und ich möchte, dass sie mir helfen. Sie können mir nur helfen, wenn sie mir glauben, also hören sie zu...und sehen sie her.
Ich habe Veränderungen durchlaufen an diesem zehnten Mai vor zwanzig Jahren: meine Augen wurden klar wie der Himmel, wenn er ohne Wolken ist, und meine Zunge lernte, grenzenlose Lust zu schenken, wie die Zunge einer Noggta zu lieben..."

Keoma Lewis' Augäpfel verdrehten sich nach oben, bis nur noch das Weiße zu sehen war.
Dann öffnete sich sein Mund.
Ganz weit.



in the flow
20.5.07 16:28
 

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