Das Buch der Träume
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Teuflische Feedbacks

BeautifulExperience: Wildkirsche

Wie wird man einer Geschichte gerecht, die einen scheinbar monatelang und beinahe Tag und Nacht besch?ftigt hat? Solange kenne ich die Geschichte nicht, aber in me?barer Zeit sind es Wochen, die mir im nachhinein nur viel l?nger vorkommen. "Wildkirsche" war eine der ersten Geschichten, die ich im Buch der Tr?ume gelesen habe, aber verstanden, richtig verstanden (vielleicht, denn ich kann nicht sicher sein) habe ich sie erst jetzt, nachdem ich einen Teil der Bilder gesehen, gefunden und interpretiert habe, die mich immer wieder zu dieser Geschichte zur?ckgef?hrt haben.


Alles, was ich dar?ber hinaus an Feedback geben kann, habe ich vor ein paar Minuten in meiner visuellen Vorh?lle geschrieben:

Die Serie "Wildkirsche" fand ihre Inspiration in der gleichnamigen Geschichte von BeautifulExperience, deren immanente Ambivalenz von Grausamkeit und Sch?nheit mich von Anfang an faszinierte. Ich kann nicht behaupten, dass ich die Geschichte nach dem ersten Lesen verstanden hatte, denn BeautifulExperience verwendete die Metapher der Wildkirschen derma?en mehrdeutig, dass ich zun?chst nur ?ber die offensichtliche, vordergr?ndige Bedeutung stolperte. Aber ich fing an zu r?tseln, Zusammenh?nge herzustellen, die Geschichte wieder und wieder zu lesen, und mit jedem neuen Versuch, "dahinter" zu steigen und ?ber den Klang der Sprache, die Anordnung der Worte das Geheimnis der Geschichte zu entschl?sseln, driftete ich tiefer in die Gedankenwelt eines Serienm?rders, der von seinem Gef?hl f?r makellose Sch?nheit und G?ttlichkeit in sich selbst und den Dingen geradezu besessen war. Ich betrachtete erst den bildlichen Aspekt, doch dann sah ich auch den inhaltlichen, den zeitlichen und den absoluten Aspekt der Metapher, und erst da wurde mir die Tiefe dieser makellosen Geschichte bewu?t.

Wie konnte ich diese Bilder in Fotografien umsetzen? Wie konnte ich einen Teil der Wirkung, die diese Geschichte auf mich hatte, auf die Weise visuell umsetzen, die mir m?glich war?
Die entstandenen Verbrechen kommen ganz sicher nicht an die Tiefe der Geschichte heran, aber sie spiegeln einen Teil der Lebendigkeit, einen Teil der Sch?nheit und einen Teil der allem Sch?nen immanenten g?ttlichen Bedrohung wider.

yoursweetsixsixsix


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BeautifulExperience: 51

Wenn ich jetzt nicht rangehe, ?berwinde ich mich nie!
Etwas dazu zu schreiben, habe ich bis jetzt gemieden wie der Teufel das Weihwasser (ist ja auch passend!), aber jetzt mu? ich einfach, sonst ist das Wochenende vorbei und ich ?rgere mich ?ber mich selbst.
Dazu mu?t du wissen, dass ich es hasse, in Glaubensfragen einzusteigen, und dein Text ist im Grunde nichts anderes: f?r mich ist er eine einzige Provokation.
Aber das liegt an mir, nicht an dir, und darum ist es einfach mein beschissenes Problem, dass ich seit Tagen wieder und wieder und immer wieder dar?ber nachdenke, warum irgendein beschissener Wichser, den ich nicht einmal kenne, es fertig bringt, dass ich an mir selbst zu zweifeln beginne. Ja, du liest richtig, denn das ist es haupts?chlich, was mich so aus der Bahn geworfen hat. Bis jetzt war ich sicher, genau zu wissen, was ich will und was ich kann und was wichtig ist f?r mich im Leben. Jetzt bin ich es nicht mehr, und das kotzt mich verdammt nochmal an!
Ich hab alles probiert. Ich hab mir gesagt, dass du ein romantischer Spinner bist, dass es nichts weiter als sch?ne Worte sind, dass ich es einfach im falschen Moment gelesen habe, aber es hat alles nicht gepa?t. Deine Gedanken waren zu folgerichtig. Sie sind verr?ckt, ganz sicher, aber du hast etwas in mir erreicht, etwas angesprochen, von dem ich sicher war, dass es nicht da ist. Ach Schei?e, ich h?r jetzt lieber auf, bevor ich noch mehr emotionalen Bl?dsinn labere!

yoursweetsixsixsix



"Eben hatte ich einen Traum.
Dieser Traum war so intensiv, dass ich zwar immer noch Hunger habe und keine Ahnung, was ich mir kochen soll, aber erst einmal aufschreiben mu?, was mir durch den Sinn geht, weil es mich sonst zerrei?t.
Heiko hat vor kurzem hier etwas geschrieben, das mir ziemlich nachging:

"Fr?her hab ich mal gedacht, wenn viele schreiben w?rden, w?re die Welt besser. Aber das stimmt nicht. Es ist nur eine Illusion. So wie das Schreiben an sich. Ich glaube, schreiben ist nur ein verzweifelter Kampf gegen den Tod und das endg?ltige Vergessen. Ich hab keine Angst vor dem Sterben, aber ich will nicht sterben. Ich will auf dieser Welt bleiben und alles miterleben, was noch kommt. Das geht leider nicht. Vielleicht kann mein Schreiben aber etwas von meiner Sehnsucht nach dem Leben in die Zeit nach mir transportieren. Deshalb ist es intensiv."


Was w?re, wenn das Schreiben mehr sein k?nnte?
Was w?re, wenn es wie so verdammt vieles auf dieser Welt pure Magie
sein k?nnte?
Es ist m?glich, dass es nur das ist: ein verzweifelter Kampf gegen das endg?ltige Vergessen.
Aber das will ich nicht glauben.

Ich will glauben, dass es mehr ist. Ich will glauben, dass Worte ihren Anfang jenseits von Gedanken nehmen, dass Sprache der Ausdruck von etwas ist, das dahinter und unendlich viel m?chtiger ist, als wir uns vorstellen k?nnen - etwas, das uns antreibt, uns pusht gegen alle Widerst?nde und ?ber alle Grenzen hinweg: etwas, das das scheinbar Unm?gliche m?glich macht und auf dieser Welt Platz f?r neue Verwirklichungen schafft, die uns auf unserem so verdammt langen Weg weiterf?hren bis zu dem Punkt, an dem das Vergessen nicht mehr n?tig sein wird, um ?berleben zu k?nnen.

Vielleicht ist das alles eine Illusion, aber ich beginne, daran zu glauben. Ich beginne zu glauben, weil ich f?hle, weil Dinge geschehen, weil alles zu pulsieren beginnt. Schei?e, vielleicht bin ich verr?ckt? Aber so what?
Die Alternative ist nicht annehmbar: wenn der Tod endg?ltig ist, wenn Unsterblichkeit jenseits aller M?glichkeiten ist, dann lohnt es sich nicht, auch nur einen Tag weiterzumachen. Das Ende ist absehbar, und die Klippe wartet auf uns Lemminge - der ganz normale, allt?gliche Lauf der Dinge.

Zeit, es zu ?ndern.

Habe ich ein Mittel?
Das einzige, das ich wirklich kann, ist mein Mittel.
Es ist die Gabe, etwas aufzubauen, etwas aus dem Nichts erstehen zu lassen wie durch Magie. Ein Spiel mit Worten, die ihren Anfang irgendwo dahinter nehmen, an einem Ort, an dem ich sie nicht greifen, aber aus dem Augenwinkel sehen kann - und wenn ich unendlich viel Gl?ck habe, bleibt das Denken zur?ck und ich kann damit beginnen, es aufzuschreiben: alles, was ich sehe, alles, was ich in diesem Moment atme wie eine v?llig andere Luft, dichter und sichtbarer, f?hlbarer als die, die ich meistens atme.
Diese andere Luft ist ein Geschenk, genauso kostbar wie das, was diesen K?rper lebendig bleiben l??t, und es ist meine gottverdammte Pflicht, dieses Geschenk nicht nur anzunehmen, sondern zu nutzen. Linkin Park h?mmern mir gerade "In the end" durch die Seele, und ja: "Time is a valuable thing", und ja, vielleicht: "What it meant to me will eventually be a memory" - aber bis dahin, jetzt, genau jetzt gehe ich dar?ber hinaus, denn ich kann, und ich will! Ist mein Wille nicht stark genug, werde ich scheitern wie jeder andere Mensch vor mir.
Aber "I put my trust in you" und I push as far as I can go, denn nichts anderes geht, genau daf?r bin ich hier, genau daf?r habe ich dieses wahnsinnige Leben, diese unglaublich sch?ne Gabe bekommen. Und dieses Talent, etwas Neues zu schaffen, steckt in jedem von uns.
Mein Weg ist das Schreiben; andere schreiben Songs, malen Bilder, zaubern mit Blicken. Nichts ist wirklich, alles ist.

Hier ist f?r mich der Ort, an dem ich kreativ sein kann, an dem ich alles rauslassen kann, was sich ausdr?cken will. Hier ist der Ort, an dem Kreativit?t in jedem Sinne m?glich sein kann, nicht nur f?r mich, f?r jeden einzelnen von euch.
Sind das alles nur Tr?ume, sind es wenigstens sch?ne Tr?ume.
Aber wenn es mehr ist, dann kann das Buch der Tr?ume der Anfang von etwas ganz Besonderem sein."



6.6.05 10:26
 

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