Das Buch der Träume
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Das Ende der Wirklichkeit

Teil 11


* Ein Essay von BeautifulExperience *


4.4.2 Die Erfahrungen Castanedas

Bevor ich im folgenden eine der vielen Erfahrungen Castanedas exemplarisch herausgreife, m?chte ich kurz auf den o.g. Lernzweck, das letztendliche ?Lernziel? aller ?bungen und Strategien, denen sich Castaneda willentlich unterwirft, eingehen.
Das Ziel des ?makellosen Kriegers? ist, ?..mit vollem Bewu?tsein den Durchla? zur anderen Welt zu finden und hindurchzugehen. Dabei handelt es sich nicht um einen Durchla? der physischen Realit?t, sondern es handelt sich offenbar um eine andere Dimension unseres Selbst, die parallel zu den uns bekannten existiert.? (Ulrich 1986, 133).
Don Juans gesamte Lehre dient dazu, den bewu?t herbeigef?hrten Eintritt in das ?Nagual? (das Unbekannte, das Nicht-zu-beschreibende, oder schlicht: die ?..Wahrheit, die nicht interpretierte, objektive Realit?t, die uns auf herk?mmlichem Wege vollkommen unzug?nglich ist...die Gesamtheit des Seins auf allen Ebenen und in allen Bereichen der Manifestation.? (L?tge 1984, 104)) zu erreichen. Dabei ist das Anhalten des inneren Dialogs die wichtigste Technik, die von verschiedenen Hilfsmitteln unterst?tzt wird (Ulrich 1986, 133).
Das einfachste Hilfsmittel, um das Nagual zu erreichen, ist die Anwendung von sogenannten Kraftpflanzen (in Castanedas Fall die unter 4.4.1 genannten), die jedoch zu gef?hrlich sind ?..und deshalb nur angewandt werden, um den eigentlichen Transformationsproze? zu beschleunigen.? (Ulrich 1986, ebenda). Alle anderen Wege zeichnen sich dadurch aus, dass sie ein jahrelanges Bem?hen erfordern, mit dem vor allem ?..die gewohnten, anerzogenen Verhaltensweisen und Einstellungen radikal ver?ndert und andere Praktiken und Techniken wie das bewu?te Tr?umen oder das Anhalten des inneren Dialogs unter h?ufig entbehrungsreichen Umst?nden erlernt werden m?ssen.? (Ulrich 1986, 134).

Die Beziehung zwischen ?Tonal? (= die uns bekannte, begrifflich erfa?te und geordnete Verstandeswelt, oder: alles, was wir kennen, alles, was wir uns vorstellen k?nnen) und ?Nagual? veranschaulichte Don Juan anhand eines Bildes: unsere Wirklichkeit sollen wir uns als eine Insel vorstellen, die im unendlichen Meer der Realit?t (dem tats?chlich objektiv Gegebenen; die ?F?lle des Seins?) schwimmt. Dieses Bild zeigt uns, so L?tge, einerseits den wahren Stellenwert der uns bekannten Welt, andererseits aber auch deren Unverzichtbarkeit. Schlie?lich bietet uns unsere Wirklichkeit (gemeint ist die Wirklichkeit unseres Alltags) den einzig festen Grund, der uns im endlosen Raum der Realit?t zur Verf?gung steht. Wir ben?tigen das ?Tonal? als Basis und Plattform f?r unsere Ausfl?ge ins Unbekannte, ins ?Nagual?, zu denen uns Don Juan verhelfen will (L?tge 1984, 105).

Das einfachste Hilfsmittel, um das Nagual zu erreichen, ist ? wie bereits gesagt ? die Anwendung von Psychedelica, von ?Kraftpflanzen?. Don Juan w?hlt diesen Weg f?r Castaneda, da es Carlos einfach nicht gelingen will, sich von seinem gewohnten, st?ndig analysierenden Verstandesdenken zu l?sen. Nach ?ber einem Jahr (nahezu vergeblicher) ?Lehrzeit? erh?lt Castaneda nun die Gelegenheit, Peyote, von Don Juan liebevoll auch als ?Mescalito? bezeichnet, im Kreise einiger Bekannten seines Lehrers auszuprobieren. Die Erfahrung nimmt auf der Veranda der H?tte eines von Don Juans Bekannten ihren Anfang:

?Meine H?nde waren feucht, und mein Magen hatte sich zusammengezogen. Die B?chse mit den Peyote-buttons stand neben dem Stuhl auf dem Boden. Ich b?ckte mich, nahm wahllos eine und steckte sie in den Mund. Sie hatte einen schalen Geschmack. Ich bi? sie in zwei H?lften und begann, auf einem der St?cke zu kauen. Ich sp?rte eine starke, scharfe Bitterkeit; mein Mund war augenblicklich bet?ubt. Die Bitterkeit verst?rkte sich w?hrend des Kauens und erzeugte eine unglaubliche Menge Speichel. Mein Gaumen und das Innere meines Mundes f?hlten sich an, als h?tte ich salziges, trockenes Fleisch oder Fisch gegessen, das mich zu zwingen schien, noch mehr zu kauen. Nach einer Weile kaute ich das andere St?ck, und mein Mund war so bet?ubt, dass ich die Bitterkeit nicht mehr sp?rte. Der Peyote-button war ein B?ndel aus zerrissenen St?ckchen, so wie der faserige Teil einer Orange oder wie Zuckerrohr, und ich wu?te nicht, ob ich ihn schlucken oder ausspucken sollte. In diesem Augenblick stand der Besitzer des Hauses auf und lud alle ein, auf die Veranda hinauszugehen.
Wir gingen hinaus und sa?en in der Dunkelheit. Es war sehr angenehm drau?en, und der Gastgeber brachte eine Flasche Tequila.
Die M?nner sa?en in einer Reihe mit dem R?cken zur Wand. Ich sa? am weitesten rechts von der Reihe. Don Juan, der neben mir sa?, stellte die B?chse mit den Peyote-buttons zwischen meine Beine. Dann gab er mir die Flasche, die reihum ging, und sagte mir, dass ich etwas Tequila nehmen sollte, um die Bitterkeit wegzusp?len.
Ich spuckte die St?ckchen des ersten buttons aus und nahm einen Schluck. Ich sollte nichts schlucken, nur den Mund aussp?len, um die Speichelbildung zu stoppen. Es half nicht viel gegen die Speichelbildung, aber es verringerte jedenfalls die Bitterkeit etwas.
Don Juan gab mir ein St?ck getrocknete Aprikose, oder vielleicht war es eine getrocknete Feige ? ich konnte es im Dunkel weder sehen noch schmecken ? und forderte mich auf, es gut und langsam zu kauen. Ich hatte Schwierigkeiten, es zu schlucken; es schien den Hals nicht hinunterrutschen zu wollen.
Nach einer kleinen Pause ging wieder die Flasche herum. Don Juan gab mir ein St?ck ger?stetes, trockenes Fleisch. Ich sagte ihm, dass mir nicht nach essen sei.
?Das ist kein Essen?, sagte er entschieden.
Der Vorgang wurde sechsmal wiederholt. Ich erinnere mich, sechs Peyote-buttons gekaut zu haben, als die Unterhaltung sehr lebhaft wurde; obwohl ich nicht erkennen konnte, welche Sprache gesprochen wurde, war das Thema der Unterhaltung, an der alle teilnahmen, sehr interessant, und ich versuchte aufzupassen, um teilnehmen zu k?nnen. Aber als ich zu sprechen versuchte, merkte ich, dass ich nicht sprechen konnte; die Worte drehten sich ziellos in meinem Kopf. (...)
Ich empfand ein starkes Verlangen, mich zu ?bergeben, aber ich kann mich nicht erinnern, es wirklich getan zu haben. Ich fragte, ob jemand mir Wasser holen k?nne. Ich litt unertr?glichen Durst. Don Juan brachte mir einen gro?en Topf. Er stellte ihn neben die Wand auf den Boden. Er brachte auch eine kleine Tasse oder B?chse. Er tauchte sie in den Topf und gab sie mir und sagte, ich sollte nicht trinken und nur meinen Mund aussp?len. Das Wasser sah seltsam leuchtend aus, es gl?nzte wie dicker Lack. Ich wollte Don Juan danach fragen, und m?hsam versuchte ich meine Gedanken in Englisch auszusprechen, aber dann fiel mir ein, dass er nicht englisch sprach. Ich erlebte einen sehr verwirrenden Augenblick und mir wurde bewu?t, dass ich nicht sprechen konnte, obwohl ich einen klaren Gedanken gefa?t hatte. Ich wollte etwas ?ber die seltsame Eigenschaft des Wassers sagen, aber was darauf folgte, war kein Sprechen, es war ein Gef?hl meiner unausgesprochenen Gedanken, die in einer fl?ssigen Form aus meinem Mund kamen. Es war eine m?helose Empfindung des Erbrechens ohne das Zusammenziehen des Zwerchfells. Es war ein angenehmer Strom fl?ssiger Worte.
Ich trank. Und das Gef?hl des Erbrechens verging. Inzwischen waren alle Ger?usche verschwunden, und ich merkte, dass es mir schwerfiel, meine Augen klar auf etwas zu richten. Ich suchte Don Juan, und als ich den Kopf drehte, merkte ich, dass sich mein Gesichtsfeld zu einem kreisf?rmigen Bereich vor meinen Augen verengt hatte. Dieses Gef?hl war weder erschreckend noch unangenehm, sondern ganz das Gegenteil. Es war etwas Neuartiges; ich konnte buchst?blich den Boden kehren, indem ich auf eine Stelle sah und meinen Kopf dann langsam in irgendeine Richtung bewegte. Als ich zuerst auf die Veranda gekommen war, hatte ich bemerkt, dass bis auf das ferne Leuchten der Stadt alles dunkel war. Doch innerhalb des kreisf?rmigen Bereichs meines Sehverm?gens war alles hell. Ich verga? meine Beziehung zu Don Juan und den anderen M?nnern und gab mich selbst v?llig der Untersuchung des Bodens mit meinem punktf?rmigen Sehen hin.
Ich sah die Verbindungskante zwischen Verandabogen und Wand. Ich drehte meinen Kopf langsam nach rechts, folgte der Wand und sah Don Juan gegen sie gelehnt. Ich bewegte meinen Kopf nach links, um mich auf das Wasser zu konzentrieren. Ich entdeckte den Boden des Topfes; ich hob meinen Kopf etwas und sah einen mittelgro?en, schwarzen Hund auf mich zukommen. Der Hund begann zu trinken. Ich hob die Hand, um ihn von meinem Wasser wegzujagen; ich konzentrierte meinen Nadelblick auf den Hund, um die Bewegung auszuf?hren, und pl?tzlich sah ich ihn durchsichtig werden.? (Castaneda 1973, 34-36).

Bis zu diesem Augenblick erinnern die psychedelischen Ph?nomene, die Castaneda erlebt, stark an die Erlebnisse Huxleys. Beide nehmen eine Ver?nderung der Au?enwelt wahr bzw. erfahren sie eine grundlegende ?nderung ihrer Wahrnehmung bez?glich ?objektiv? gegebenen Sinneseindr?cken: alle Sinneseindr?cke erscheinen seltsam intensiviert bei einer gleichzeitigen Um- bzw. Destrukturierung normalerweise gegebener Verstandesfunktionen (z.B. Sprechen-k?nnen).
Doch in dem Augenblick, als Castaneda den Hund durchsichtig werden sieht, beginnt sich seine Erfahrung von der Huxleys auf interessante Weise zu unterscheiden. Zwar nimmt er nach wie vor die Au?enwelt wahr, doch ver?ndert sich diese nun derart stark, dass Castanedas Erlebnis beinahe Visionscharakter annimmt:

?..Das Wasser war eine leuchtende, z?he Fl?ssigkeit. Ich sah, wie es durch die Kehle des Hundes in seinen K?rper flo?. Ich sah, wie es gleichm??ig durch ihn hindurchlief und dann aus jedem einzelnen Haar herausscho?. Ich sah die schillernde Fl?ssigkeit die L?nge des einzelnen Haares entlanglaufen, und dann sah ich, wie es aus den Haaren herausscho? in einer langen, wei?en, seidenen M?hne.
In diesem Augenblick empfand ich heftige Kr?mpfe, und in einem Sekundenbruchteil formte sich ein Tunnel um mich, sehr niedrig und eng, fest und merkw?rdig kalt.
Bei der Ber?hrung f?hlte er sich wie eine Mauer aus starker Blechfolie an. Ich fand mich sitzend auf dem Tunnelboden. Ich versuchte aufzustehen, stie? mir aber den Kopf an der Metalldecke, und der Tunnel zog sich zusammen, bis er auf mich dr?ckte. Ich erinnere mich, wie ich auf etwas zukriechen mu?te, das wie ein runder Punkt am Tunnelende aussah. Als ich schlie?lich ankam, wenn ich ?berhaupt ankam, hatte ich den Hund, Don Juan und mich selbst v?llig vergessen. Ich war ersch?pft. Meine Kleider waren von einer kalten, klebrigen Fl?ssigkeit durchtr?nkt. Ich drehte mich hin und her, versuchte eine Lage zu finden, in der ich ausruhen konnte, eine Lage, in der mein Herz nicht so stark schlagen w?rde. In einer dieser Bewegungen sah ich wieder den Hund. Jede Erinnerung kam auf einmal zur?ck, und pl?tzlich waren meine Gedanken ganz klar. Ich drehte mich suchend nach Don Juan um, aber ich konnte nichts und niemandem unterscheiden. Ich konnte nur sehen, wie der Hund zu leuchten begann; ein starkes Licht strahlte von seinem K?rper aus. Ich sah wieder das Wasser durch ihn flie?en, es erleuchtete ihn wie ein Freudenfeuer. Ich gelangte ans Wasser, senkte mein Gesicht in den Topf und trank mit ihm. Meine H?nde waren vor mir auf dem Boden, und w?hrend ich trank, sah ich die Fl?ssigkeit durch meine Adern rinnen in roten, gelben und gr?nen Schattierungen. Ich trank mehr und mehr. Ich trank, bis ich in Flammen aufging; ich war ein einziges Gl?hen. Ich trank, bis die Fl?ssigkeit meinen K?rper durch jede Pore verlie? und wie Seidenfasern herausstand, und auch ich erhielt eine lange, strahlende, leuchtende M?hne. Ich sah den Hund an, und seine M?hne war wie meine. Ein unendliches Gl?ck erf?llte meinen ganzen K?rper, und wir rannten zusammen zu einer Art gelber W?rme, die von irgendeinem unendlichen Ort ausging. Und dort spielten wir. Wir spielten und tobten, bis ich seine W?nsche kannte und er meine. Wir wechselten uns ab, gestalteten uns wechselseitig wie in einer Art Puppentheater. Indem ich meine Zehen verdrehte, erreichte ich, dass er seine Beine bewegte, und jedesmal, wenn er mit dem Kopf nickte, sp?rte ich einen unwiderstehlichen Impuls aufzuspringen. Aber das Lustigste war, wenn er mich dazu brachte, mich mit dem Fu? am Kopf zu kratzen, w?hrend ich sa?; er tat es, indem er mit seinen Ohren von Seite zu Seite schlug. Es war unertr?glich und komisch. Diese Anmut und Ironie; diese Beherrschung, dachte ich. Die Euphorie, die mich ergriff, war unbeschreiblich. Ich lachte, bis ich kaum noch atmen konnte. Ich hatte die klare Empfindung, meine Augen nicht ?ffnen zu k?nnen; ich sah durch ein Wasserbecken. Es war ein langer und schmerzvoller Zustand voller Furcht, nicht aufwachen zu k?nnen und doch wach zu sein. Dann wurde die Welt langsam klar und sch?rfer. Mein Gesichtsfeld wurde wieder sehr rund und weit, und damit verband sich ein ungew?hnlicher Bewu?tseinsakt, mich umzudrehen und dieses wunderbare Wesen zu suchen. An diesem Punkt begegnete ich dem schwierigsten ?bergangsstadium. Der ?bergang zu meinem normalen Zustand hatte sich, fast ohne dass ich es gemerkt hatte, vollzogen: Ich war wach; meine Gedanken und Empfindungen waren eine nat?rliche Folge dieses Wachseins, und der ?bergang war sanft und klar. Aber diese zweite Ver?nderung, das Erwachen zu ernstem, n?chternem Bewu?tsein, war wirklich erschreckend. Ich hatte vergessen, dass ich ein Mensch war! Die Traurigkeit einer solch ungewohnten Situation war so stark, dass ich weinte.? (Castaneda 1973, 36/37).


Im Gegensatz zu allen bisher genannten Autoren (Huxley, Michaux und Meyrink) zwingt die Droge Castaneda nicht nur zum ?Schauen?, zum Beobachten einer fremd gewordenen Umwelt oder farbenpr?chtiger, innerer Visionen, sondern zum konkreten Handeln; ein Handeln, das spontan geschieht und von Castaneda nicht willentlich zu steuern ist. Er ?spielt? mit dem Hund und vergi?t irgendwann sogar ganz, dass er ein menschliches Wesen ist (ohne dass er dieses ?Mensch-Sein? vermi?t h?tte; er verh?lt sich v?llig selbstverst?ndlich wie sein ?neuer Artgenosse?).
Alle anderen Autoren blieben sich ihrer Identit?t als Mensch bewu?t; sie blieben in ihrer Drogenerfahrung immer noch irgendwie ?gegen?ber?, auf Distanz zum ?Geschauten?. Castaneda dagegen wird regelrecht in das ?Geschehen der Droge? hineingezogen; er wird zum Spielball, ohne sich allerdings als solcher zu empfinden, denn er ?ndert vollkommen seine Identit?t: er tritt vollst?ndig ein ins ?Gegen?ber?; er wird quasi zum Hund, sowohl gef?hlsm??ig als auch in seinem Verhalten. In seiner ganzen Erfahrung empfindet Castaneda keinerlei Schrecken; er folgt allen Impulsen aufs Selbstverst?ndlichste wie ein Blatt, das von einem Windsto? davongetragen wird und in der Luft zu tanzen scheint. Erschreckend ist f?r ihn lediglich die zwangsl?ufige R?ckkehr zu ernstem, n?chternem Bewu?tsein. Don Juan weist Castaneda darauf hin, dass ?Mescalito? mit ihm gespielt habe, und das, obwohl er ihn zum ersten Mal ?genommen? habe. Dies sei ein Zeichen, das einem Wunder gleichk?me.
Nun interessierte sich Castaneda daf?r, was denn ?tats?chlich? w?hrend seines Erlebnisses passiert sei, was er denn ?objektiv? getan habe, und das, was Don Juans Freunde und dieser selbst ihm im folgenden erz?hlen, setzt Carlos nicht nur in Erstaunen, sondern st?rzt ihn in tiefste Verwirrung:
?Er sagte, er w??te, dass ich ?angenommen? war, als er mich kotzen h?rte. Er sch?tzte, dass ich drei?igmal gekotzt haben mu?te. Don Juan verbesserte ihn und sagte, dass es nur zehnmal waren. John fuhr fort: ?Dann r?ckten wir alle n?her an dich heran. Du warst starr und hattest Kr?mpfe. Sehr lange Zeit, w?hrend du auf dem R?cken lagst, bewegtest du den Mund, so als wolltest du sprechen. Dann fingst du an, deinen Kopf auf den Boden zu schlagen, und Don Juan setzte dir einen alten Hut auf den Kopf, und du hast aufgeh?rt. Du hast stundenlang auf dem Boden liegend gezittert und gewimmert. Ich glaube, alle schliefen dann ein; aber w?hrend ich schlief, h?rte ich dich keuchen und st?hnen. Dann h?rte ich dich schreien und wachte auf. Ich sah dich schreiend in die Luft springen. Du hast dich aufs Wasser gest?rzt, den Topf umgesto?en und begannst in der Pf?tze zu schwimmen. Don Juan brachte dir mehr Wasser. Du hast friedlich vor dem Topf gesessen. Dann bist du aufgesprungen und hast alle Kleider ausgezogen. Du hast vor dem Wasser gekniet und es in gro?en Schlucken getrunken. Dann hast du einfach dagesessen und ins Weite gestarrt. Wir glaubten, du w?rdest f?r immer dort bleiben. Fast alle schliefen, auch Don Juan, als du pl?tzlich wieder heulend aufsprangst und hinter dem Hund herranntest. Der Hund wurde ?ngstlich und heulte auch und rannte hinter das Haus. Dann wachten alle auf.
Wir standen alle auf. Du kamst, noch immer den Hund verfolgend, von der anderen Seite zur?ck. Der Hund rannte bellend und heulend vor dir her. Ich glaube, du mu?t zwanzigmal in Kreisen und wie ein Hund bellend ums Haus gerannt sein. Ich hatte Angst, dass irgendwelche Leute neugierig werden k?nnten. Es gibt keine Nachbarn in der N?he, aber dein Heulen war so laut, dass man es meilenweit h?tte h?ren k?nnen.?
Dann sagte einer der jungen M?nner: ?Du hast den Hund eingeholt und ihn auf deinen Armen auf die Veranda getragen.? John erz?hlte weiter: ?Dann fingst du an, mit dem Hund zu spielen. Du hast mit ihm getobt, und ihr habt euch gegenseitig gebissen und zusammen gespielt. Ich fand es sehr komisch. Gew?hnlich spielt mein Hund nicht. Aber diesmal ist der Hund mit dir herumgetollt.?
?Dann bist du zum Wasser gerannt, und der Hund hat mit dir getrunken?, sagte der junge Mann. ?Du bist f?nf- oder sechsmal mit dem Hund zum Wasser gerannt.?
?Wie lange ging das so?? fragte ich.
?Stunden?, sagte John. ?Einmal haben wir euch beide aus den Augen verloren. Ich glaube, du mu?t nach hinten gerannt sein. Wir h?rten dich nur bellen und keuchen. Du hast dich so sehr wie ein Hund angeh?rt, dass wir euch beide nicht unterscheiden konnten.?
?Vielleicht war es nur der Hund allein?, sagte ich. Sie lachten und John sagte, ?wer da gebellt hat, warst du, mein Lieber!?
?Was ist dann passiert??
Die drei M?nner sahen sich an, und es schien, als k?nnten sie sich nicht klar werden, was dann passiert war. Schlie?lich sprach der junge Mann, der noch nichts gesagt hatte.
?Er w?rgte?, sagte er und sah John an.
?Ja, richtig gew?rgt hast du. Du fingst an, sehr merkw?rdig zu weinen, und dann bist du auf den Boden gefallen. Wir dachten, du w?rdest dir auf die Zunge bei?en; Don Juan ?ffnete deinen Mund und go? dir Wasser ins Gesicht. Dann begannst du zu zittern und wurdest erneut von Zuckungen befallen. Dann bliebst du lange Zeit reglos. Don Juan sagte, dass alles vorbei sei. Dann wurde es Morgen, wir haben dich mit einer Decke zugedeckt und dich auf der Veranda schlafen lassen.?
Hier sagte er nichts mehr und sah die anderen M?nner an, die deutlich versuchten, nicht zu lachen. (...) John drehte sich zu mir um und sagte: ?Wir haben dich hier auf der Veranda gelassen, weil wir Angst hatten, du w?rdest ?berall in den Zimmern umherpissen!?
Alle lachten sehr laut.
?Was war los mit mir?? fragte ich. ?Habe ich...?
?Hast du?? machte mich John nach. ?Wir wollten es nicht sagen, aber Don Juan sagt, dass wir es dir ruhig erz?hlen k?nnen. Du hast meinen Hund bepisst.?
?Was habe ich gemacht??
?Du glaubst doch nicht, dass der Hund rannte, weil er Angst vor dir hatte, oder? Der Hund rannte, weil du ihn bepisst hast.? Alle lachten wieder.
Ich versuchte, einen der jungen M?nner zu fragen, aber sie lachten alle, und er verstand mich nicht.
John erz?hlte weiter: ?Aber mein Hund stand dir nicht nach; er hat dich auch angepisst!?
Es war offenbar sehr komisch, denn alle, auch Don Juan, br?llten vor Lachen. Als sie sich beruhigt hatten, fragte ich sie ernsthaft: ?Stimmt das wirklich? Ist das wirklich passiert??
Immer noch lachend, antwortete John: ?Ich schw?re es, mein Hund hat dich wirklich angepisst.?
Als wir zu Don Juans Haus zur?ckfuhren, fragte ich ihn: ?Ist das alles wirklich passiert, Don Juan??
?Ja?, sagte er, ?aber sie wissen nicht, was du gesehen hast. Ihnen ist nicht klar, dass du mit IHM gespielt hast. Aus diesem Grunde habe ich dich nicht gest?rt.?
?Aber ist diese Sache mit dem Hund wahr, dass wir uns gegenseitig angepisst haben??
?Es war kein Hund! Wie oft mu? ich dir das noch sagen? Das ist der einzige Weg, es zu verstehen. Es ist der einzige Weg! ER war es, der mit dir gespielt hat.?
?Wu?test du, dass all dies passiert ist, bevor ich dir davon erz?hlt habe??
Er z?gerte einen Augenblick, bevor er antwortete.
?Nein, nachdem du mir davon erz?hlt hast, erinnerte ich mich an dein merkw?rdiges Aussehen. Ich vermutete nur, dass alles mit dir in Ordnung war, weil du nicht erschrocken schienst.?
?Hat der Hund wirklich mit mir gespielt, so wie sie es sagen??
?Verdammt! Es war kein Hund!?? (Castaneda 1973, 39-41).

Am 19. August 1961 erz?hlte Castaneda Don Juan, was er ?ber sein Erlebnis dachte. Im Hinblick auf die Arbeit, die er vorhatte, war es f?r ihn ein erschreckendes Ereignis. Er sagte, dass ihm an einer ?hnlichen ?Begegnung? mit Mescalito nichts l?ge. Castaneda gab zwar zu, dass alles, was ihm passierte, mehr als interessant war, betonte aber gleichzeitig, dass nichts davon ihn wirklich dazu bringen k?nnte, es wieder zu suchen. Castaneda war sicher, dass er f?r diese Art Versuch nicht geeignet war. Peyote hatte in ihm als Nachwirkung eine seltsame Art k?rperlichen Unbehagens verursacht.
?Es war eine unendliche Furcht oder Traurigkeit; eine Art Melancholie, die ich nicht genau erkl?ren konnte. Und diese Art Zustand gefiel mir in keiner Weise.? (Castaneda 1973, 42).
Doch Don Juan lachte nur und sagte, dass er, Castaneda, lediglich zu lernen beginne.


Ich habe diese ganz spezielle Erfahrung Castanedas nicht allein deswegen ausgew?hlt, weil es die erste einer ganzen Reihe von Drogenerfahrungen ist, die er im Laufe seiner Lehrzeit bei Don Juan sammelt, und auch nicht allein aufgrund der Tatsache, dass es sich bei dem wichtigsten Bestandteil der gew?hlten Droge, dem Peyote-Kaktus, um das auch von Huxley und Michaux verwendete Meskalin handelt, sondern auch aus dem Grund, weil in diesem Erlebnis Castanedas ? im Unterschied zu Huxley, Michaux und Meyrink ? einige zus?tzliche Besonderheiten der psychedelischen Drogenerfahrung deutlich werden:

1. Castanedas Zeiterleben ist w?hrend der psychedelischen Erfahrung extrem verdichtet (im Gegensatz zu Michaux und Meyrink, denen die Zeit bis ins Unendliche gedehnt erschien): w?hrend ?in Wirklichkeit? Stunden vergingen, vermittelt Castanedas Schilderung den Eindruck, sein Erlebnis habe in einer ununterbrochenen Folge von sehr intensiv empfundenen Augenblicken stattgefunden;
2. Castanedas Erlebnis wird von heftigen k?rperlichen Reaktionen (h?ufiges Erbrechen, krampfartige Zuckungen, sein Kopf schl?gt wie bei einem epileptischen Anfall auf den Verandaboden) begleitet, die ihn, w?re er allein auf sich gestellt gewesen, in betr?chtlichem Ma?e h?tten gef?hrden k?nnen (zumal er selbst diese eigengef?hrdenden Reaktionen seines K?rpers w?hrend des Rauschzustandes nicht wahrnahm);
3. Castanedas ?psychische Identit?t? ?ndert sich w?hrend seiner Erfahrung dergestalt, dass er nicht allein das ?Empfinden?, sondern auch das Verhalten eines Hundes annimmt; er verliert sein ?Mensch-Sein? in einem so gro?en Ma?e, dass er ? im Gegensatz zu allen anderen behandelten Autoren ? die R?ckkehr in seinen ?Normalzustand? keineswegs als Erleichterung, sondern beinahe als existentielle Katastrophe empfindet.

Diese Besonderheiten machen deutlich, dass die psychedelische Erfahrung in keiner Weise berechenbar zu sein scheint. Weiterhin stellt sie Begriffe in Frage, die bisher nicht nur klar definiert, sondern beinahe Religion eines wissenschaftlich orientierten Zeitalters zu sein schienen: ?Realit?t?, ?Objektivit?t?, ?Identit?t? und ?hnliche nichtssagende, im Licht der psychedelischen Erfahrung beinahe absurd zu nennende Begriffe.

Entscheidend bei allen (inkl. der im weiteren Verlauf seiner Lehrzeit noch folgenden) Drogenerfahrungen Castanedas ist die Tatsache, dass sie immer nur Mittel zum Zweck (der ?Erschlie?ung? jener ?anderen Wirklichkeit?, des ?Nagual?) sind, und das nur solange, wie es Castaneda nicht gelingen will, ohne die Drogen ins Unbekannte vorzudringen.
Ab dem Zeitpunkt, wo es Castaneda das erste Mal m?glich wird, ohne die Hilfe der Kraftpflanzen zu ?sehen?, treten die Psychedelica v?llig in den Hintergrund. Sie verlieren f?r Castanedas weitere Lehrzeit bei Don Juan jegliche Bedeutung.




4.4.3 Auswirkungen auf Castanedas Pers?nlichkeit und sein Leben

Castaneda ist zweifellos einer der meistgelesenen und gleichzeitig umstrittensten Autoren der Literaturgeschichte. Die einen sehen in Castanedas B?chern spannend geschriebene, ?u?erst phantasievolle Alternativ-Denkmodelle, andere halten dessen Geschichten schlicht und einfach f?r ?erstunkene und erlogene?, aus Versatzst?cken verschiedenster Kulturen schamlos zusammengepuzzelte Trivialliteratur in Romanform, und die wenigsten nehmen Castanedas B?cher f?r ?bara M?nze?. Zu unwahrscheinlich, zu fremdartig sind die darin geschilderten Ereignisse und Charaktere, als dass man sie unbesehen f?r ?reale Gegebenheiten? erachten k?nnte.
Castaneda selbst jedoch besteht darauf, dass all seine Berichte auf Tatsachen basieren; alles habe genauso stattgefunden, wie er es in seinen zahlreichen B?chern geschildert hat:
?Meine B?cher sind wahre Berichte ?ber eine Lehrmethode, mit deren Hilfe Don Juan Matus, ein indianischer Zauberer in Mexiko, mir die Welt der Zauberer zu verstehen half. In diesem Sinne sind meine B?cher Berichte ?ber einen noch immer in Gang befindlichen Proze?, der mir immer klarer wird, je mehr Zeit verstreicht.? (Castaneda 1988, 7).

Bis Mitte der achtziger Jahre haben Wissenschaftler, zumindest im deutschsprachigen Raum, es verschm?ht, die B?cher Castanedas zum Gegenstand wissenschaftlicher Forschung zu machen. Bestenfalls galt er ihnen als anthropologisch grundierte, aber nicht ernst zu nehmende exotische Phantasie und schlimmstenfalls als ?modische M?rchenerz?hlerei? (Corval?n 1987, 14).
Stanislav Grof w?rde dies wahrscheinlich mit der Tatsache erkl?ren, dass Castanedas Erfahrungen einfach nicht mit dem alten wissenschaftlichen Paradigma in ?bereinstimmung zu bringen waren und allein deshalb schon negiert bzw. nicht beachtet werden mu?ten: ?Solange das Paradigma als selbstverst?ndlich genommen wird, h?lt man nur die Probleme f?r legitim, die vermutlich gel?st werden k?nnen. Damit wird ein rapider Fortschritt der normalen Wissenschaft garantiert. Unter diesen Umst?nden unterdr?ckt die Fachwelt ? oft zu erheblichem Schaden der Wissenschaft ? alle Neuheiten, da sie ihre Grunds?tze zu untergraben drohen.? (Grof 1985, 16). Aber nicht allein das ?Paradigmenproblem? erm?glicht Castaneda nur einen schweren Stand in der Welt der Wissenschaft. Bereits die Tatsache, dass es Castaneda bis heute auf das Geschickteste versteht, seine Person der ?ffentlichkeit zu entziehen und sich damit auch weitgehend von deren Meinung unabh?ngig (und damit auch unangreifbar) zu machen, die Tatsache, dass ?ber ihn (au?erhalb seiner Schriften) so gut wie nichts in Erfahrung zu bringen ist ? allein diese Tatsache schon gen?gt, ihn suspekt, ja unseri?s erscheinen zu lassen.
Doch ist dieses Geheimnis um seine Person nichts anderes als eine zwangsl?ufige Folge, die sich aus der wegen der Lehren des Don Juan ver?nderten Lebensweise Castanedas ergeben mu?te: ??Ich habe dir schon gesagt, unerreichbar sein hei?t nicht, sich zu verstecken oder diskret zu leben??, lehrt Juan Matus seinen Sch?ler Carlos. ??Es bedeutet auch nicht, dass man mit anderen Menschen nichts zu tun haben darf. Ein J?ger benutzt seine Welt wohldosiert und liebevoll, ganz gleich, ob diese Welt aus Dingen oder Pflanzen, aus Tieren oder Menschen oder Kr?ften besteht. Ein J?ger steht mit seiner Welt auf vertrautem Fu?, und doch ist er f?r eben diese Welt unerreichbar.?
?Das ist ein Widerspruch?, sagte ich. ?Er kann nicht unerreichbar sein, wenn er Stunde um Stunde, Tag um Tag dort in seiner Welt ist.?
?Du verstehst mich nicht?, sagte Don Juan geduldig. ?Er ist unerreichbar, weil er seine Welt nicht auspresst; er ber?hrt sie behutsam, verweilt solange es n?tig ist, und entfernt sich dann schnell, fast, ohne eine Spur zu hinterlassen.?? (Castaneda 1976, 77/78).
In diesem Sinne ist es Castaneda bis heute gelungen, ?unerreichbar? zu bleiben.

Doch sind seine Erlebnisse nun wahr oder nicht? Mancher w?rde sagen, sie seien zu gut erfunden, um nicht wahr zu sein. Ich pers?nlich neige aus vielerlei Gr?nden, die auszuf?hren hier weder Raum noch Gelegenheit ist, zu der Annahme, dass Castaneda eher Dinge verschweigt als erfindet. Hierin gleicht er zweifellos Gustav Meyrink.

Castanedas Leben wurde durch seine Erfahrungen, die nur am Rande Drogenerfahrungen, in ihrer Ganzheit aber ?psychedelische Erfahrungen? im eigentlichen Sinne des Wortes sind, nachhaltig und grundlegend ver?ndert.
Niemand wei?, wo sich Castaneda derzeit aufh?lt; es ist nicht einmal sicher, ob er ?berhaupt noch lebt. Sein letztes Buch, ?Die Kraft der Stille?, erschien in der amerikanischen Originalausgabe 1987 im Verlag Simon and Schuster, Inc., New York. Es tr?gt den Untertitel: ?Neue Lehren des Don Juan? ? und sicher ist nur, dass Castaneda bis zuletzt diesen Lehren gefolgt ist.
Don Juans Lehren zielten nie auf den Verstand, sie zielten immer auf den K?rper ab, um diesen von der fatalen Unterjochung durch den Verstand zu befreien. So stehen Castanedas Erfahrungen vollkommen auf dem Boden der schamanischen Tradition.
??Die Routine zerst?ren??, sagte Castaneda in einem 1987 zuf?llig zustandegekommenen Gespr?ch mit Graciela Corval?n, der Direktorin des ?International Student Center? an der Webster University in St. Louis, ??ist die M?glichkeit, die wir haben, um dem K?rper neue Empfindungen zu vermitteln. Der K?rper wei?...?? (Corval?n 1987, 65).
Und vielleicht sollten wir ihn ?fter ?machen lassen?.

?Weil der rationale Mensch so beharrlich an seinem Selbstbild festhalte, bleibe er im Grunde unwissend, fuhr Don Juan fort. Der rationale Mensch k?nne sich (..) nicht vorstellen, dass Zauberei gar nichts mit Beschw?rungsformeln und Hokuspokus zu tun habe; dass sie die Freiheit sei, nicht nur unsere vertraute Welt wahrzunehmen, sondern alles, was uns Menschen zug?nglich sei.
?Hier aber wird die Dummheit des Durchschnittsmenschen gef?hrlich. Er f?rchtet die Zauberei. Er zittert vor der Freiheit. Und dabei liegt die Freiheit greifbar vor ihm....?
(...)
Zwar ahne der Mensch seine verborgenen F?higkeiten, sagte Don Juan, aber er wage es leider nicht, sie zu nutzen. Darum behaupteten die Zauberer, das Schicksal des Menschen liege im Dilemma von Unwissenheit und Dummheit beschlossen. Mehr denn je sei der moderne Mensch auf die Erfahrung neuer Ideen angewiesen. Ideen, die etwas mit seiner Innenwelt zu tun haben. Also Ideen der Zauberer ? nicht soziale Ideen. Erfahrungen des Menschen gegen?ber dem Unbekannten, gegen?ber seinem pers?nlichen Tod.(..)
?Wir haben stets die Neigung, zu gr?beln und zu fragen und herauszufinden. Und dies ist in der Praxis der Zauberei unm?glich. Die Zauberei ist das Ausgreifen nach dem Platz stillen Wissens. Und das stille Wissen kann rational nicht begr?ndet werden. Es kann nur erfahren werden.?? (Castaneda 1988, 208, 216, 230)

?Gott wirket ohne Mittel und ohne Bild. Je mehr du ohne Bild bist, desto empf?nglicher bist du f?r sein Einwirken, und je mehr du nach innen gekehrt und selbstvergessen bist, um so n?her bist du ihm.? Sagt Meister Eckhart, ganz so, als wollte er Castaneda best?tigen. (Meiser 1987, 175/176)


in the flow


19.6.05 10:42
 

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